GSU NACHWUCHSTAGUNG 2024
„Maps/Mapping in der Stadtgeschichte“
27./28. November 2026
In Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH)
Von mit Liebe zum Detail gemalten Karten bis hin zu funktionalen Ansichten auf dem Mobiltelefon – Karten finden sich vielfach im Leben von Menschen. Kein Wunder also, dass sie auch in der (Stadt-)Geschichte als Quellen dienen. Durch die Entwicklung, Verbreitung und größere Zugänglichkeit von Geoinformationssystemen hat zudem die digitale Produktion von Karten durch Forschende selbst zugenommen, so etwa zur Visualisierung von Forschungsergebnissen. Gestiegen ist ebenso die Zugänglichkeit digitaler und digitalisierter raumbezogener Quellen, z.B. durch die Bereitstellung in kommunalen Geoportalen, die die Grenze zwischen Karte und Kartierung verschwimmen lassen. Im Zuge dieser Entwicklungen hat sich auch das Verständnis von Karten und Kartieren erweitert, sodass Mapping(s) inzwischen diverse Formen raumbezogener Visualisierung umfassen. Arbeiten Sie in Ihrer Dissertation oder in Ihrem Postdoc-Forschungsprojekt über oder mit Karten und Mapping im urbanen Kontext? Dann ist diese Tagung für Sie!
Für das Forum Stadtgeschichte 2026 suchen wir Beiträge, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen map und mapping bzw. Karte und Kartierung als Quelle, Visualisierung und Analysewerkzeug im Kontext stadthistorischer Forschung auseinandersetzen. Welche Rolle spielen maps und mapping im Forschungsprozess? Welche methodischen Fragen und Herausforderungen entstehen dabei? Wie lassen sich quantitative oder qualitative Quellen kartieren? Und wie verändern Raumbezug und räumliche Darstellung die Aussagekraft der Quelle? Welche Raumkonstruktionen werden sichtbar gemacht, welche bleiben unsichtbar? Welchen Einfluss hat der gewählte Raumausschnitt oder die Skalierbarkeit auf den Forschungsgegenstand? Neben eher praktischen Überlegungen interessieren uns darüber hinaus Beiträge, die an aktuelle theoretische oder methodische Debatten der Geschichtswissenschaft, etwa zu Skalierung oder partizipativen Tools, anschließen.
Mit dem Forum Stadtgeschichte bietet die Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) Wissenschaftlerinnen in der Qualifikationsphase die Möglichkeit ihre Arbeiten vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Der Call for Papers richtet sich vornehmlich an Doktorandinnen sowie Postdocs/Habilitand*innen, die zur Geschichte von Städten in der Neuzeit forschen. Die Konferenzsprache ist Deutsch, Vorträge können aber auch auf Englisch gehalten werden. Bewerbungen mit einem Abstract von ca. 200 Wörtern und einem Lebenslauf werden bis zum 10.9.2026 erbeten an Dorothee Brantz (dorothee.brantz@metropolitanstudies.de). Reisekosten werden bis zu einem Betrag von 100€, Übernachtungskosten komplett von der GSU übernommen.