Mit dem GSU Nachwuchspreis soll eine herausragende Dissertation im Feld der Stadtgeschichte und historischen Urbanisierungsforschung zum Zeitraum 18.- 20. Jahrhundert ausgezeichnet werden.
Das Preisgeld beträgt 1.000 €.

Zur Teilnahme aufgefordert und berechtigt sind junge Wissenschaftler/innen, die in theoretischer, methodischer oder empirischer Hinsicht einen Beitrag zur historischen Stadt- und Urbanisierungsforschung aus verschiedenen disziplinären Perspektiven geleistet haben.

PREISTRÄGER 2018

Mathias Irlinger erhält den Nachwuchspreis der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU) 2018 für seine Dissertation „Die Versorgung der ‚Hauptstadt der Bewegung‘. Infrastrukturen und Stadtgesellschaft im nationalsozialistischen München„. In seiner Arbeit, die am 17. September im Wallstein Verlag erschienen ist, untersucht Mathias Irlinger, wie die Stadtführung Verkehrs- und Versorgungssystem einsetzte, um die nationalsozialistische Herrschaft zu stabilisieren und arbeitet mit seinem alltags- und kulturgeschichtlichen Zugriff zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Kommunalpolitik und Stadtbevölkerung heraus. Die Studie ist von 2013 bis 2016 im Forschungsprojekt „Die Münchner Stadtverwaltung im Nationalsozialismus“ am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der LMU entstanden und wurde 2017 als Dissertation angenommen. Seit März 2017 arbeitet der Historiker am Institut für Zeitgeschichte und ist dort für die Bildungsarbeit der Dokumentation Obersalzberg zuständig.


PREISTRÄGER 2016

Für seine mit diesem Buch vorgelegte Promotion wurde Philipp Wagner 2016 mit dem Nachwuchspreis der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung ausgezeichnet. In seiner 2016 beim Vandenhoeck-Ruprecht-Verlag veröffentlichen Publikation „Stadtplanung für die Welt“ untersucht der Berliner Historiker Philipp Wagner diese Fragen am Beispiel der International Federation for Housing and Town Planning (IFHTP). War dieser stadtplanerische Zusammenschluss doch das größte moderne Netzwerk seiner Art. Entlang der Aktivitäten des IFHTP legt Wagner dar, dass die Vertreter derartiger Expertenverbände unterschiedliche Internationalisierungspraktiken entwickelten und damit ihre Forderungen zum Allgemeingut machen wollten.